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Der Kreislauf des Lebens

 

Ich hoffe dieser Artikel wird mir nicht als Ausflug in die Esoterik ausgelegt.

 

Manchmal hört man Menschen im Radio von der Unsterblichkeit singen oder von ewiger Jugend. Meist unterlegt mit viel kompositorischem Pathos. Ich glaube das man bei dem Gedanken an die Unsterblichkeit vielleicht gar nicht so viel Pathos braucht um diesem Unding etwas näherzukommen. Vielleicht ist nur ein wenig Einbildungskraft notwendig. Noch nicht mal unbedingt Glaube ( von dem ich bei diesem Thema auch gern mehr erzählen würde ). Um die eigene Zeitlichkeit oder eben Unzeitlichkeit so zu erfassen dass wir am Ende unser Leben tatsächlich als immer wiederkehrend und somit unendlich sehen.

 

Doch ist hier der Wunsch Vater des Gedankens ? Wie kann ich über mich hinausdenken, wo mir doch nichts und niemand über mein Dasein hinaus sicher sagen kann was davor kam oder danach. Das Nichts ? Bin ich nur ein kleines Fünkchen Bewusstsein und organische Materie mit ein wenig Zeit auf einem grünen Planeten irgendwo im All ? Eine Laune des Universums quasi ? Ist es nicht irgendwo fies vom Universum dass ich darüber auch noch nachdenken kann ? Über mein kleines dahingeworfenes Dasein in der Unendlichkeit des Sinnlosen ?

 

Der Sinn einer Sache erschliesst sich manchmal aber auch erst nach ein wenig Anstrengung der dafür vorgesehenen Organe. Wenn ich Sinn in der Physik und Biologie erkennen kann warum kann ich mich dann nicht auch mal gedanklich an meine Lebensmisere ( siehe oben ) herantrauen. Vielleicht hilft ja auch in diesem Falle schon ein wenig Beobachtung der Natur und logisches Denken und - zapp zerapp - habe ich eine zufriedenstellende Lösung für meine  existenziellen Luxusnöte.

 

Ich glaube dass ein menschlicher Geist, der in der Lage ist, sich über sein Dasein "hinauszudenken" es auch irgendwo kausal "verdient" hat, weiterzuexistieren. Nicht nur dass man mit dem Gedanken bzw. der Überzeugung besser lebt dass man keine etwas grössere "Eintagsfliege" ist. Ähnlich wie der Physiker es mit der Kenntnis von Vordenkern wie Newton und Einstein in seinem Metier vielleicht etwas einfacher hat. Sondern auch die Tatsache, dass man etwas Gutes, Schönes und Sinnvolles an sich erkennen kann, kann uns m. E. nach Hoffnung geben auf ein "mehr". Mmh.

 

Das Gute, das Sinnvolle und das Schöne sind ja keine völlig abstrakten leeren Inhalte - sie beschreiben ja Kategorien die unser Leben jeden Tag braucht. Atmet. Vielleicht nicht zum "materiellen" Überleben aber wohl doch zum "immateriellen". Ich habe als Mensch ja nicht nur einen Sinn für Schönheit und fühle mich innerlich ergriffen von etwas, das ich nicht ganz verstehe und dessen Grösse ich vielleicht auch nicht ganz erfassen kann ( mit meinen gegebenen Sinnen ) - nur um mir einen ansprechenden Geschlechtspartner für die Fortpflanzung zu suchen oder ein hübsches Signum für meinen Grabstein.

 

"Woher kommen wir ? Wer sind wir? Wohin gehen wir ?", Gemälde von Paul Gauguin"Woher kommen wir ? Wer sind wir? Wohin gehen wir ?", Gemälde von Paul Gauguin

 

Genauso scheint es sich mit der Sinnhaftigkeit zu verhalten. Der menschliche Geist hat Sinn für Ordnung, für Logik - ja, für Sinn. Unser Denken ist vielleicht nicht das absolute Mass aller Dinge im All. Aber was die Gestaltung unseres Planeten angeht und das Einrichten eines halbwegs erträglichen Lebens auf ihm hat er uns auch vermutlich nicht nur geschadet. Und eben in der Entwicklung von Gedanken zu Einrichtung und Sinn unseres Lebens.

 

Wer hat nun Recht - der Hindu mit seiner ewigen Wiederkehr oder der Nihilist ? Wer denkt kausaler ? Oder überzeugender ?

 

Vielleicht gibt der Geist des Nihilisten hier die Antwort. Er ist ähnlich einer Pflanze, die wächst und lebt, aber keinen Sinn hat. Einfach aus dem Nichts kommt und dann einfach wieder ins Nichts verschwindet. Zutiefst unkausal. Anti-Physik. Gegen die Naturgesetze.

 

Über Schönheit, Moral, das Gute und auch Sinn kann man nachdenken und auch zu Schlüssen kommen - über das Nichts nicht. Dass unsere Seele ( unser Kern ) unsterblich ist, dass sie irgendwie irgendwo nach dem Tode verweilt bis sie wieder zu Fleisch wird ist in dem Gesetz geschrieben, das die Idee für Sinn an sich mit der Idee eines sinnlosen kurzen Dasein, wie es der Nihilist denkt, als im gleichen Körper existierend für real unvereinbar erklärt.

 

Sinn - will sich ausdrücken in der Materie - und dies immer wieder neu und immer in Reaktion auf die gegebenen Bedingungen. Also in unserem Fall in immer neuen Leben in dieser Welt. In immer neuen Aufgaben und Herausforderungen. In immerwährendem Einssein mit der Unendlichkeit.

 

Nun. Den menschlichen Sinn für Harmonien gibt es nicht nur in der Dichtkunst, der Musik und der Malerei. Finden kann man ihn auch in der Philosophie und der Logik, der Suche nach Sinn und Wahrheit. So dass er unser Leben leichter macht und der Tod relativ wird.

 

Also willkommen in diesem Leben !

 

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The Circle of Life

 

I hope this article will not be interpreted as a trip to esoterics.

Sometimes you hear people singing on the radio about immortality or eternal youth. Often in songs containing loads of compositional pathos. I think that one doesn´t need necessarily that much pathos at the thought of immortality to come closer to this unthinkable monstrosity. Maybe just a little imagination is sufficient. Not even necessarily faith (of which I would gladly like to tell more on this topic too ). Just to capture the personal temporality or timelessness so we can actually see ourselves as always recurring and thus gifted an infinite life.

But ain´t that a little overdose of wishful thinking? How can I think beyond myself when there apparently is nothing and no one who can say something for sure about my existence what considers the before and the after. The great nothing ?Am I just a small spark of consciousness and organic substance with a little time on a green planet somewhere in the universe? Am I a but a whim of the universe ? Ain´t it somehow cruels that the universe even have us think about all that? About my tiny and temporary existence thrown in the infinity of the meaningless?

The meaning of a thing reveals itself sometimes after a little effort of the designated parts for reflection of the human body. If I can see sense in physics and biology why can I not also dare to mentally get in touch with my life misery ? Maybe what helps in this case is just a little observation of nature and some logical thinking and instantly I maybe get some satisfying solution for my existential luxury problems.

I believe that human spirit, who is able to "think beyond" its existence has logically somehow deserved a further existence after the death of the body. Not only the denying of the idea or the belief that one is nothing more than a fly that just lives for one day in cosmic measures makes us feel better in our reflection about life and the sense for sense in life too. Like the physician got it maybe easier with the knowledge of thinkers such as Newton and Einstein in his profession. But also the fact that you can see something good, beautiful and meaningful as being for itself can give us a bit of hope for a "more" in human life. Hmm...

The Good, The Senseful and Beauty are indeed not completely abstract empty contents - they describe yet categories our lives are in need for every day. And that not only in an aesthetic or moral sense - we breathe Plato´s basic values every day. Inhale and exhale.Perhaps not in order to manage our physical survival but to preserve the mental one. Because I possess as a human being not only a sense of beauty and feel inwardly seized by something I do not quite understand neither I can grasp its size entirely with my given senses - just to find myself an attractive sexual partner for reproduction or to go looking for a pretty or adequate signum for my grave stone.

So it seems to behave with the meaningfulness. The human mind has a sense of order, for logic - yes, for meaning. Our thinking is maybe not the absolute measure of all things in the universe. But considering our ways to get along with mother Earth and install a somehow comfortable and joyful life for us and generations of humans after us reflection has in my opinion not only harmed us. And that is the fact too when dealing with existencial questions in the development of ideas about the setting up and the meaning of our lives.

Who is right - the Hindu, with its eternal recurrence or the Nihilist? Who thinks more causal? Or more convincing?

Perhaps the spirit of the nihilists gives the answer here. He is similar to a plant that grows and lives, but has no meaning. Just coming out of nowhere and then just disappears into nothingness. Deeply unkausal. Anti-Physics. Against the laws of nature.

About beauty, morality, goodness and a deeper meaning one can think and come to conclusions - about the Nothing not. That our soul (our core) is immortal, that it somehow somewhere after death lingers until it returns into meat again is written in the law that the idea of ​​a meaning for itself - of a sense - existing in the same body with the idea of ​​a senseless short existence, as it thinks the Nihilist is simply incompatible.

Sense is wanting  to express itself in the materia, in the flesh - and this again and again and always in response to the given conditions. So in our case, in an ever new life in this world. In ever new tasks and challenges. In everlasting oneness with infinity.

So. The human sense for harmonies exists not only in poetry, music and painting. One can find him too in philosophy and logic, the search for meaning and truth. Likely to take some heaviness out of our life and make death more relative.

So welcome to this life!



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