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Christliche Medizin

 

Was verstehe ich unter christlicher Medizin ? Christliche Medizin ist für mich die Verbindung von christlicher Heilsgeschichte - also dem Willen Gottes für diese Welt - mit der Medizin im Allgemeinen, also dem Behandeln von Krankheiten und der Lehre von der Konstitution des Menschen.

 

Wenn ich von einem Schöpfergott ausgehe der in der Welt wirkt und auf ein bestimmtes Ziel hin arbeitet so wie ich es in den Visionen und religiösen Grundsätzen fast aller Glaubensrichtungen erkennen kann so hat dieser Wille Gottes meines Erachtens nach auch Auswirkungen auf die psychische und physische Konstitution des Menschen. Also auch auf Gesundheit oder Krankheit, körperliche und seelische Konstitution und die Disposition für verschiedene Krankheiten und psychische Befindlichkeiten.

 

Man kann jetzt fragen ob sich die Wirkung göttlichen Heils mit der unheilvollen Wirkung von Krankheiten überhaupt verträgt. Und wenn ja wie dies dann wirken soll so dass es zwar für den Menschen erst einmal offensichtlich schlecht ist zu erkranken aber für die Ausübung des göttlichen Willens womöglich heilvoll im größeren Maßstab seiner Weltenlenkung.

 

Wenn man sich die Welt in Anlehnung an die Metaphorik der Bibel als Weinstock vorstellt in dem Menschen wie Früchte der Weinpflanze heranreifen und ihre ganz speziellen Bedingungen haben unter denen sie gedeihen oder keine Frucht tragen, kränklich sind oder vergehen, kommt man dieser komischen Beziehung zwischen Heil und Unheil in der Gesundheit näher. Gott möchte nun nicht dass der gesamte Weinberg umsonst angelegt ist nur weil einige Weinstöcke keine Frucht bringen oder ganz und gar vergehen. Also legt er Bedingungen fest unter denen die Pflege des Weinbergs - der Welt - funktioniert. Diese Bedingungen sind nicht so angelegt dass es jedem Weinstock fortwährend Pflege angedeihen lässt. Nein - die Umstände der Pflege sind so dass es um das große Ganze geht und es jedem Weinstock zu einem Teil selbst überlassen bleibt wie er sich entwickelt. Ob die Früchte reich und genießbar oder eben sauer und wenig zahlreich sind. Die Ergebnisse dieses Prozesses bestimmen die Bedingungen unter denen sich der Wein entwickelt. Und damit in diesem Vergleich die Welt. Es gibt auch andere biblische Vergleiche in der Verbindung zur Lehre vom göttlichen Heil die sich mit der Landwirtschaft befassen, wie etwa der Weizen der Heiligen Gottes der zu Brot wird und das Unkraut das ins Feuer kommt.

 

Die Medizin früherer Zeiten hat sich in der Säftelehre viel mit der Konstitution des Menschen nach geordneten Mustern die verschiedenen Elementen zugehörig sind befasst. Jahrhundertelang wurde ein zu wenig von einem Element und ein zu viel von einem Anderen als die Ursache von Krankheiten wahrgenommen. Es geht dabei in medizinischem Sinne nicht direkt um das Wirken der Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde sondern in erster Linie um die Bedeutung von Gegensätzen in Bezug auf die Beschaffenheit der Dinge. Auf die Konstitution und das Wohlergehen des Menschen. Nach oben genanntem Beispiel aus dem Weinbau gibt es hier bei bekannten Medizinern wie Galen und Paracelsus, Hildegard von Bingen und Avicenna die Beschreibung von Bedingungen wie ein Mensch gut und gesund lebt, wie er von Krankheiten geheilt wird - also wie der "Weinstock" gut gepflegt wird und dazu gebracht wird Frucht zu bringen.

 

Die in der Säftelehre des Mittelalters wie auch in ayurvedischen Auffassungen beschriebenen Gesetzmäßigkeiten haben durch die moderne Medizin mit ihrer Ablösung von Gott keine Entwertung erfahren. Denn das was der modernen Medizin fehlt ist gerade der Bezug von Medizin auf das Heilsgeschehen. In der Medizin von heute gibt es keinen Gott mehr, keine Visionen, keinen Himmel und keine Hölle. Es gibt kein Gestern und kein Morgen. Es gibt nur noch ein Symptom und eine Behandlung dessen. Für das Wirken Gottes ist die Medizin heute so blind geworden dass sie alles extrem technisiert was die physische und psychische Anatomie des Menschen angeht. Der Mensch wird als Maschine begriffen die funktionieren soll, alles was in ihm wirkt ist nicht Gottes Wille zum Heil und der Ausdruck eines gutmütigen Schöpfers in seiner Kreatur sondern ein Zusammenspiel von Neuronen, Molekülen und Elektronen.

 

Ich glaube dass wir viele Zusammenhänge noch gar nicht ahnen können wo uns der göttliche Wille im Kranksein oder in Gesundheit begegnet. Wir wissen nicht was Beziehungen in früheren Leben - ob als Partner oder Familienmitglieder - für einen Einfluss auf unsere Gesundheit heute haben. Wie dies funktioniert und wer da mit wem irgendwie seelisch zu tun hat. Wir wissen zu selten etwas davon was unser Zuviel oder Zuwenig von einem Element mit Krankheiten und deren Heilung zu tun haben. Unsere ganzheitlich wahrgenommene Konstitution wie zum Beispiel ein eher melancholischer oder cholerischer Typus hat nichts mit unserer Gesundheit, der pflegenden Wirkung adäquater Diätetik im gesunden und kranken Zustand und schon gar nicht mit dem Heilsgeschehen eines Gottes zu tun, der weder mit dem Elektronenmikroskop noch dem bestem Teleskop sichtbar gemacht werden kann. Also akademisch nicht existiert.

 

Christian Medicine

 

I am still working on this text.